RE: Wie viele Geschlechter gibt es eigentlich?

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Natürlich gibt es ein Spektrum. Letztlich gehen wir aber von einem dualen System aus. Wir könnten auch statt Tag und Nacht zu benennen für jede Helligkeitsausprägung des Himmels einen eigenen Begriff zuordnen. Ob das sinnvoll ist, lässt sich bezweifeln.



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Ich bin da gar nicht soweit von dir oder auch @stayoutofherz entfernt, wie es möglicherweise(?) scheinen mag. Was mich stört, ist die verbitterte Diskussion um dieses Thema, die schon politische Ausmaße annimmt. Ich will das Phänomen aber als Naturwissenschaftler betrachten, ohne mich politisch von der einen oder anderen Seite vereinnahmen zu lassen, ich will verstehen (und auch darüber staunen dürfen), was es in der Natur so alles gibt.

Es ist richtig, zu sagen, es gebe nur zwei 'Pole', wie in deinem guten Tag-und-Nacht-Beispiel. Allerdings ist es letztlich eine Definitionssache (und ich finde es OK, wenn jemand die Definition nur zweier Geschlechter präferiert): Ich hatte es ja bereits an anderer Stelle der Diskussion erwähnt, dass es auch im Blutgruppensysten A, B, AB und 0 eigentlich nur zwei verschiedene Varianten gibt (A und B), die eben unterschiedlich miteinander vermixt sein können (ähnlich wie die Chromosomen X und Y) - daraus machen 'wir' dann aber vier Blutgruppen (statt zwei). Und warum? Weil 'wir' es so definiert haben. :-)

Ich streite aber nicht gerne über Definitionen, sondern beschäftige mich lieber damit, wie es eben ist.

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Ich denke auch nicht, dass wir grundsätzlich anderer Meinung sind.

Es liegt in der Natur des Menschen und ist auch unabdingbar für seine intellektuellen Leistungen, mit Begriffszuordnungen zu arbeiten. Wie sonst sollten wir uns über etwas austauschen?
Schwierig wird es dadurch, dass sich unsere Begrifflichkeiten nach unseren grundlegenden Erfahrungen gebildet haben, die keineswegs der existenziellen „Wahrheit" entsprechen.
Das führt uns zu Problemen, sogar bei auf den ersten Blick eindeutigen Zuordnungen wie Lebewesen/Nicht-Lebewesen (Stichwort Virus) oder lebendig/tot (z. B. Todesdefinition beim Menschen – Thema „Organspende") und eben auch bei der Mann/Frau-Thematik.
Leider finden derartige Gedankengänge in der öffentlichen Debatte kaum Raum, nichtzuletzt darum hat die Debatte nicht nur, wie du sagtest,„schon politische Ausmaße" angenommen – wir müssen leider schon von lebensbedrohlichen Konflikten sprechen (z.B. Ermordung Charlie Kirks, USA).
Ich habe oft den Eindruck, dass es nicht um eine sachliche Auseinandersetzung geht, sondern um reines Lagerdenken: Du bist „der Rechte" oder „der Woke" etc., also hast du grundsätzlich Unrecht. In der Debatte, die es nicht wert ist, so genannt zu werden, geht es dann bloß darum, den anderen zu diffamieren, mundtot zu machen („Shitstorm") etc. In dieser Atmosphäre ist es kein Wunder, dass aus Worten irgendwann Taten werden.
Traurig!

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Du bist „der Rechte" oder „der Woke"

Genau das ist das Problem, das es oft sehr schwierig macht, sachlich über bestimmte Themen zu diskutieren.

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