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RE: Virtual Reality: Can the brain get used to VR Motion Sickness?

in STEMGeeks4 months ago

Nicht immer ist die kognitive Dissonanz bzgl. der Bewegung schuld, sondern die Verletzung des Stereofensters aus "3D"-Effekthascherei. Das ist auch im 3D-Kino und -TV häufig der Fall, weswegen sich der 3D-Hype um 2010 schnell wieder totgelaufen hat. Das Stereofenster ist der "Rahmen" jedes bildgebenden Systems, von dem das Gehirn sicher weiß, wo genau er sich räumlich befindet. Schneidet ein generiertes Stereo-Bild diesen Rahmen (scheinbar) davor oder dahinter (was logisch nicht sein kann), erkennt das Gehirn diese Diskrepanz sofort und reagiert mit Übelkeit, Kopfschmerzen, u.s.w.. Daran kann es sich auch nicht gewöhnen.

Verletzungen des Stereofensters am linken und rechten Rand empfindet das Gehirn als besonders übel. Störungen am unteren und oberen Bildrand werden eher und auch länger toleriert. Leider sind die meisten Softwareingenieure, Spieledesigner und Filmregisseure zu dämlich, sich an diese einfache Regel zu halten. Deshalb ist künstliches räumliches Sehen so eine bescheidene Erfahrung.