Virtual Reality: Can the brain get used to VR Motion Sickness?

in STEMGeeks3 months ago

Kann sich das Gehirn an die Motion-Sickness in VR gewöhnen?

Ich habe VR (Oculus Quest 2) einige Monate getestet und fast täglich 10-20 Minuten verwendet und eine interessante Erfahrung gemacht.

Motion Sickness entsteht durch eine kognitive Dissonanz, da das Gehirn durch die VR-Brille eine sehr unnatürliche Erfahrung macht.

Einerseits bewegt sich das Bild, andererseits ist die Bewegung nicht 100% oder gar nicht synchron mit der Körperbewegung, was den Gleichgewichtssinn verrückt spielen lässt.

Besonders stark tritt dieser Effekt in VR-Experiences auf, wo man sich nicht natürlich, sondern mit dem Stick wie auf einem Xbox-Controller fortbewegt.

Diese nicht ganz korrekten Sinneseindrücke führen dazu, dass das Gehirn denkt, man hätte sich vergiftet und das löst in Folge Übelkeit bis Erbrechen aus.

Bei den ersten Anzeichen von Motion Sickness ist es daher sehr wichtig, die Experience sofort abzubrechen und das VR-Headset abzulegen, da man durch die Sickness nicht durchtauchen kann, sondern es immer schlimmer wird.

Je nach Intensität kann es danach einige Stunden dauern, bis man sich wieder erholt.

Allerdings ist mir etwas Interessantes aufgefallen. Mit der Zeit hat sich mein Gehirn ein bisschen an die Motion Sickness gewöhnt und ich kann länger in VR eintauchen, ohne dass mir gleich schlecht wird.

Das nächste Problem ist, dass das Headset schwer und heiß wird. Gerade im Sommer ist das ein VR-Killer, wenn man keine Klimaanlage zu Hause hat.

Was sagt ihr dazu? Habt ihr schon Erfahrung mit Motion-Sickness in VR gemacht?

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Oculus Quest 2

English

Can the brain get used to motion sickness in VR?

I have been testing VR (Oculus Quest 2) for a few months, using it for 10-20 minutes almost every day, and have had an interesting experience.

Motion sickness is caused by a cognitive dissonance, as the brain is experiencing a very unnatural situation through the VR headset.

On the one hand, the image moves, but on the other hand, the movement is not or not 100% in sync with the body movement, which makes the sense of balance go crazy.

This effect is particularly strong in VR experiences, where you do not move naturally, but with the stick like on an Xbox controller.

These fake sensory input can cause the brain to think that you have poisoned yourself, which subsequently triggers nausea to vomiting.

At the first signs of motion sickness, it is therefore very important to stop the experience immediately and put down the VR headset, because you cannot dive through the sickness, it will only get worse and worse.

Depending on the intensity, it can take a few hours to recover afterwards.

However, I noticed something interesting. Over time, my brain has gotten used to the motion sickness a bit and I can immerse myself in VR for longer without feeling sick right away.

What do you guys say?

The next problem is however that the headset gets heavy and hot. Especially in summer, this is a VR killer if you don't have air conditioning at home.

Have you experienced motion sickness in VR already?

Sources

[1] Virtual Reality: How much space do I need for VR? Less than you think 😎 https://peakd.com/@vikisecrets/virtual-reality-how-much-space-do-i-need-for-vr-less-than-you-think
[2] I finally got a VR headset 😎 (Oculus Quest 2 First Review) https://peakd.com/@vikisecrets/i-finally-got-a-vr-headset-oculus-quest-2-first-review
[3] Reason to buy a VR headset? Hitman 3 released for Playstation VR 😎 https://peakd.com/@vikisecrets/reason-to-buy-a-vr-headset-hitman-3-released-for-playstation-vr

Live your Secrets and Hive Prosper 🍯

xx Viki @vikisecrets

Sort:  

Ich habe damals die VR der PlayStation 4 getestet. Mir war nach etwa 10min Spielzeit kotzübel. Seitdem hat mich VR nie wieder interessiert.

Ja, kann ich so bestätigen, ist bei mir auch aufgetreten. Mangels eigenem Gerät weiß ich aber nicht ob es sich dabei um etwas handelt das "antrainiert" werden kann.

Dem Gefühl nach lässt es sich aber meiner Meinung nach mit Seekrankheit vergleichen, die ja in gewisser Weise die gleiche Ursache hat (die Bewegung passt nicht dlzu dem gesehenen). Und Seekrankheit ist ja bekanntlich Gewöhnungssache.

Das mit der Seekrankheit ist ein ganz guter Vergleich, denk ich.

Nichts für mich, da wart´ ich einfach ab, bis die Technologie ausgereift ist :)
Aber klar, dass sich das Gehirn daran gewöhnt, überrascht nicht. Wenn man z.B. ca. 3 Tage lang "Umkehrprisma"-Brillen (wo alles auf dem Kopf steht) trägt, gewöhnt sich das Gehirn daran, und die Bilder flippen um auf normal. Wenn man dann die Brille abnimmt, steht alles auf dem Kopf! Auch der Körper ist ja ungemein adaptiv. Er kann sich auch an Gifte wie Arsen gewöhnen (sog. Mithridatisation).

Faszinierend, an was sich das Gehirn alles gewöhnen kann. Auch das mit dem Umkehrprisma ist erstaunlich, hab ich auch schon irgendwo gelesen.

Nicht immer ist die kognitive Dissonanz bzgl. der Bewegung schuld, sondern die Verletzung des Stereofensters aus "3D"-Effekthascherei. Das ist auch im 3D-Kino und -TV häufig der Fall, weswegen sich der 3D-Hype um 2010 schnell wieder totgelaufen hat. Das Stereofenster ist der "Rahmen" jedes bildgebenden Systems, von dem das Gehirn sicher weiß, wo genau er sich räumlich befindet. Schneidet ein generiertes Stereo-Bild diesen Rahmen (scheinbar) davor oder dahinter (was logisch nicht sein kann), erkennt das Gehirn diese Diskrepanz sofort und reagiert mit Übelkeit, Kopfschmerzen, u.s.w.. Daran kann es sich auch nicht gewöhnen.

Verletzungen des Stereofensters am linken und rechten Rand empfindet das Gehirn als besonders übel. Störungen am unteren und oberen Bildrand werden eher und auch länger toleriert. Leider sind die meisten Softwareingenieure, Spieledesigner und Filmregisseure zu dämlich, sich an diese einfache Regel zu halten. Deshalb ist künstliches räumliches Sehen so eine bescheidene Erfahrung.

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