Vor 35 Jahren: Die Geschichte der ersten deutschen E-Mail

in #deutsch2 years ago

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Heute vor genau 35 Jahren ging bei einem Forscher in Karlsruhe die deutsche Premieren-E-Mail ein.

Buchstabensalat, das ist es vor allem, woraus die erste E-Mail besteht, die den Weg nach Deutschland findet. "Csnet-Sh.arpa by csnet-relay", steht da etwa. Es ist der 3. August vor 25 Jahren und Michael Rotert, Chef der Informatikabteilung an der Uni Karlsruhe, hat eben als erster Deutscher elektronische Post empfangen.

10.14 Uhr ist als Eingangszeit des historischen Bit-Bündels aktenkundig. "Wilkommen in CSNET", schreibt Laura Breeden vom Computer Science Network, einem Rechnerverbund von US-Forschungseinrichtungen, der seit 1981 auf elektronische Kommunikation setzt. Deutschland kennt dergleichen nicht. Im Westen wird per Fax kommuniziert, im Osten mit dem Fernschreiber.

Die erste E-Mail aber läutet ein neues Zeitalter ein. Dem Karlsruher Beispiel folgen immer mehr Universitäten. Ende der 80er Jahre gibt es schließlich auch eine Standleitung zwischen der Freien Universität in West-Berlin und der Humboldt-Uni im Osten. Mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 9,6 Kilobit pro Sekunde - 1 600 mal langsamer als ein heute üblicher DSL-Anschluss - bleibt die bis zur Wende neben einem Anschluss an der Uni Dresden die einzige zivile Datenleitung zwischen West und Ost.

E-Mails allerdings haben die Rechner in der DDR trotzdem nie empfangen - wie auch Michael Roterts historische E-Mail-Adresse heute keinen Empfang mehr hat: Seit aus dem CS-Net das Internet wurde, kehren elektronische Briefe an die alte Adresse als "unzustellbar" zurück zum Sender.

Mehr: https://www.koenau.de/2018/05/dsgvo-europa-kontra-internet.html

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