RE: 🌿 Zwischen Stille und Bewusstsein

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Mir genügt es vollkommen, meine niedergeschriebenen Gedanken dem Lektor anzuvertrauen. Danach beginnt das Hacken und Stechen um jede Formulierung oder jedes Adjektiv. Ein Ja-Sager wie die KI, die weder meine Beweggründe noch meine Emotionen und erst recht nicht meinen Hang zu langen Sätzen versteht, muss an dieser Stelle gnadenlos scheitern. Glatt geschliffene Formulierungen (Sätze) sind die Schlaftabletten in der Belletristik.



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Ich glaube, wir liegen gar nicht so weit auseinander. Auch für mich sind zu glatt geschliffene Texte oft leblos. Reibung, Eigenwilligkeit, lange Sätze mit Atem - all das gehört zur Stimme eines Menschen und das mag ich gerade auch bei dir. Eine KI, die nur "gefällig" formuliert, verfehlt genau das.

Der Punkt, an dem ich dennoch einen Wert sehe, ist ein anderer: KI nicht als Ja-Sager oder Ersatz, sondern als Werkzeug unter Bedingungen. Sie kann - richtig eingesetzt - nicht Motive oder Emotionen erfinden, aber sie kann lernen, Muster einer vorhandenen Stimme zu erkennen und zu respektieren, wenn man ihr genug davon gibt.

Ein Beispiel, das mir wichtig ist:
Wenn Menschen durch Krankheit, Erschöpfung oder neurologische Einschränkungen den inneren Fluss verlieren, Gedanken kreisen, zerfallen oder sich nicht mehr bündeln lassen. In solchen Fällen kann KI helfen, vorhandene Texte, frühere Werke oder Sprachmuster zu spiegeln - nicht um sie zu glätten, sondern um wieder Halt zu geben, Orientierung, Struktur.

Dann ist KI kein Lektor im klassischen Sinn, sondern eher ein Geländer, an dem man sich entlangbewegt, ohne dass es den Weg vorgibt.

Am Ende bleibt für mich entscheidend: Nicht ob KI beteiligt ist, sondern wie bewusst. Und ob der Mensch jederzeit derjenige bleibt, der entscheidet, was stehen bleibt und was nicht.

Auf deine anderen Kommentare gehe ich nächstes Jahr ;) ein. Ich bin schon unterwegs zu Freunden und habe für eine Kaffeepause kurz angehalten. Ich wünsche dir alles Liebe und Gute für 2026.

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Das Paket mit dem Steigbügel für den wunderbaren, unvergesslichen Ritt durch das kommende Jahr ist selbstredend bereits auf dem Weg zu dir und deiner Familie.
Beste Grüße, Wolfram

Ich glaube, wir liegen gar nicht so weit auseinander.

Das empfinde ich ebenso. Ich betrachte lediglich den oft allzu legeren Umgang mit der KI durch die Feder meines Füllhalters. Da wird das Blickfeld (Betrachtungswinkel) manchmal etwas schmal. 😉

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