Staatsaufbau, Grundgesetz und Grundrechte XVII

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Hallo Freunde,

heute schließen wir da an wo wir im letzten Post aufgehört haben, beim Grundrecht der Menschenwürde. Wir schauen uns heute dann einmal an wann die Menschenwürde anfängt und schauen uns die Objektformel einmal an.

Ab wann gilt die Menschenwürde

Hier sind wir an einem umstrittenen Thema angekommen, es gibt viele Definitionen und Meinungen wann die Menschenwürde beginnt. Es gibt einige wenige die Sagen im Moment der Geburt, andere nehmen einen früheren Zeitpunkt. Überwiegend wird der Moment des Schutzes der Menschenwürde mit dem ungeborenen Leben, dem nasciturus, definiert. Also ab dem Moment der Nidation, des Einnisten einer befruchteten Eizelle in die Gebärmutter, aber das ist wie gesagt umstritten.

Objektformel und Objektgruppe

So und jetzt sind wir bei der Objektformel, die vereinfacht sagt das der Mensch nicht zum Objekt gemacht werden darf. Seine Subjektivität darf nicht in Frage gestellt werden, da dies eine Verachtung des Werts wäre, den ein Mensch Kraft seines Personseins erhält. Diese verächtliche Betrachtung ist untersagt. Das gleiche gilt auch für Objektgruppen, damit ist gemeint das man Gruppen deklassiert und diese Personen herabwürdigt. Vereinfacht gesagt ist die Erniedrigung von Menschen verboten. Daraus folgt das eine menschenunwürdige Behandlung von einer verfassungsrechtlichen Rechtfertigung ausgeschlossen ist und damit haben wir etwas festgestellt, die Menschenwürde ist der höchste Verfassungswert den wir kennen. Es darf zu keiner Abwägung mit einem sonstigen Verfassungsgut kommen, da dieses andere Verfassungsgut immer verlieren wird.

Nachdem wir uns jetzt einmal die Menschenwürde in zwei Posts angeschaut haben, werden wir uns im nächsten Post mit dem Leben beschäftigen, mit Artikel 2 I GG. Wenn man sich das anschaut, ist es bezeichnend das das Leben unter der Menschenwürde angesiedelt ist. Dies zeigt eindeutig welchen hohen Stellenwert diese in unserem Rechtssystem hat. Vor allem da die Menschenwürde ein Artikel ist, den man nicht verändern kann, solange das Grundgesetz besteht. In dem Sinne, einen schönen Tag noch und dann liest man sich beim nächsten Post auch schon wieder, wenn wir uns mit dem Leben und der körperlichen Unversehrtheit näher beschreiben. Man muss an dieser Stelle auch erwähnen.



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