RE: Mehr statt weniger Denguefieber durch Bill Gates´ Mückenexperimente?

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Um es vorweg zu sagen, ist das auf jeden Fall ein sehr gut recherchierter, spannender Artikel!
Es handelt sich um ein komplexes Thema, wo die exakten Folgen einzelner Maßnahmen (wie so oft) nur schwer abzuschätzen sind.

Ich halte Bill Gates Idee einer biologischen (ohne künstliche Chemie und Gentechnik) Bekämpfung von Aedes aegypti nicht grundsätzlich für 'dumm', aber man hätte sich wohl vorher besser überlegen und genauer testen (tja, schwierig, aber man müsste darüber nachdenken, wie) sollen, wie man mit den negativen Folgen umgehen will (z. B. Resistenzbildung der Viren aufgrund hoher Mutationsrate sowie Auswirkungen von Wolbachia auf andere Arthropoden oder auch uns selbst) und wie effektiv das Bakterium die Vermehrung der Mücke und die Verbreitung des Virus tatsächlich bekämpft.
Hätte man stattdessen einen Parasiten entdeckt, der nur die Mücke infiziert, würden die positiven Aspekte möglicherweise überwiegen ...

Prinzipiell gestaltet sich die Bekämpfung von Mücken (diverser Spezies), durch die aufgrund der Übertragung von Krankheiten mehr Menschen sterben als durch alle anderen Tiere (außer den Menschen selbst!), enorm schwierig.
Mücken sind zweifellos ein absolutes Erfolgsmodell der Evolution.

Generell - unabhängig vom konkreten Thema - ist es ein immer wiederkehrendes Problem der Wissenschaft, dass von mehreren Faktoren abhängige Sachverhalte schnell unheimlich komplex werden, und dann auch seriöse Forscher mit ihren Prognosen öfter mal daneben liegen (liegen müssen). Dennoch sind wissenschaftliche Methoden immer noch der beste uns zur Verfügung stehende Weg einer Annäherung an die Realität (besser als z. B. Religion, Philosophie, Bauchgefühl, 'gesunder Menschenverstand' etc.).
Anders als z. B. Religion, verlangt es die Wissenschaft geradezu, auch Fehler einzugestehen und Zusammenhänge immer wieder neu zu überdenken und bewerten (auch wenn dieser hohe Anspruch in der Realität nicht selten am Ego einzelner, auf ihren Theorien beharrenden Individuen scheitert).



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Vom augenärztlichen Standpunkt verbietet sich das Rumexperimentieren mit Wolbachien zur Mückenbekämpfung - und zwar nicht nur relativ, sondern absolut.

Daher hätten solche Mücken, die man mit Wolbachien infiziert niemals freigesetzt werden dürfen.

Es gibt andere Möglichkeiten der Plage her zu werden - sicherlich aber nicht mit Wolbachien.

Solche Versuche sind als unethisch, ja sogar gefährlich für die Gesundheit der Menschen anzusehen.

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Solche Versuche sind als unethisch, ja sogar gefährlich für die Gesundheit der Menschen anzusehen.

Das Denguefieber ist auch gefährlich für die Gesundheit der Menschen.

Es ist sehr häufig der Fall, dass Ärzte bei der Verschreibung von Medikamenten zwischen erhofftem Nutzen und möglichen Nebenwirkungen abwägen müssen.
Und oft ist es eben gar nicht so einfach - zumal aus der Ferne, wenn man nicht vor Ort ist - zu entscheiden, was schwerer wiegt.

Ich tendiere zwar auch dazu, zu vermuten, dass es letztlich eher keine so gute Idee war, das Bakterium zu vermehren, aber einfach sind solche Entscheidungen sicherlich nicht. Vor allem sollten sie stets unter Berücksichtigung der Meinung der im geplanten Einsatzgebiet lebenden Bevölkerung getroffen werden.

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Das Denguefieber ist auch gefährlich für die Gesundheit der Menschen.

So gesehen ist das ganze Leben eine Gefahr. Statistisch kommen jährlich 10x mehr Menschen durch herunter fallende Kokosnüsse ums Leben, als durch Hai Angriffe. Und vor was oder wem wird ständig gewarnt? Hab noch keine Reisewarnung wegen Kokosnüssen gesehen. :)

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Statistisch kommen jährlich 10x mehr Menschen durch herunter fallende Kokosnüsse ums Leben, als durch Hai Angriffe.

OK, wo ist die Statistik?
(Dass Haiangriffe statistisch gesehen kein hohes Risiko darstellen, ist aber ohnehin eine Binse - Denguefieber ist jedoch bei weitem gefährlicher als jede noch so große Kokosnuss.)

Es ist also genau wie ich schrieb. Es muss stets zwischen Vor- und Nachteilen abgewogen werden:
Also Zahlen und Statistiken beschaffen und dann darüber nachdenken, was den Aufwand und die Nebenwirkungen wert ist und was nicht.

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Dengue ist genauso "gefährlich" wie die alljährliche Grippe.

OK, wo ist die Statistik?

Googeln hilft.

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Dengue ist genauso "gefährlich" wie die alljährliche Grippe.

Vom Haiangriff zur Grippe ...

Warum sollte ich für dich "Googeln"?

Der, der behauptet (Hai, Kokosnuss), hat die Fakten zu liefern.
Sonst könnte ich ja auch einfach 783 Dinge behaupten und sagen "google" doch, wenn du's nicht glaubst. :-)

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WER wollte denn den "Nachweis" haben? Bin ich dein Lakai, oder was? ICH muss gar nix liefern. Mir langt es, es zu wissen. ;)

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Ohne Nachweis ist es eben einfach nur eine Behauptung, der ich keine weitergehende Bedeutung beimesse.

Übrigens: Um den Pluto kreisen rosarote Elefanten, Schnellkäfer laufen schneller als Laufkäfer und Giraffen fressen lieber Bockshornklee als Spitzwegerich!

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Ich halte Bill Gates Idee einer biologischen (ohne künstliche Chemie und Gentechnik) Bekämpfung von Aedes aegypti nicht grundsätzlich für 'dumm',

Immer erst einen Schritt weiter denken, bevor man eine Tierart ausrotten will ;)

https://hive.blog/hive-121566/@stayoutoftherz/mehr-statt-weniger-denguefieber-durch-bill-gates-muckenexperimente#@peppermint24/rwawn5

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Immer erst einen Schritt weiter denken, bevor man eine Tierart ausrotten will ;)

Es geht dabei - wie immer - ums Abwägen von Vor- und Nachteilen, wobei sicherlich nicht jeder zu denselben Ergebnissen kommt und dieselben Prioritäten setzt.

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