Ist die Entstehung künstlicher Intelligenz ein unvermeidlicher Schritt der Evolution?

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Glaubt auch ihr, dass wir als (mehr oder weniger) intelligente Spezies im Universum nicht allein sind? Ich bin fest davon überzeugt: Der Kosmos beherbergt neben Sternen, Planeten und schwarzen Löchern auch eine enorme Vielfalt an Lebewesen - wobei wir ganz sicher nicht die Spitze der Intelligenzpyramide darstellen ...

In diesem Text geht es mir jedoch nicht um die Frage, was wohl die vielversprechendsten Methoden für die Suche nach außerirdischem Leben seien oder welche Hinweise darauf möglicherweise bereits entdeckt wurden ... Stattdessen möchte ich eine Hypothese vorstellen, die mir immer plausibler erscheint:



Ist die Entstehung überlegener KI eine zwangsläufige Konsequenz hochentwickelter Zivilisationen?

Beginnen intelligente Zivilisationen – sozusagen als fester Bestandteil eines evolutiven Prozesses – irgendwann (fast) zwangsläufig damit, KIs zu entwickeln? KIs, die sie nach einiger Zeit ablösen und verdrängen, wonach eine völlig neuartige Evolution immer leistungsfähigere nicht-biologische Intelligenzen kreiert, welche letztlich das gesamte Universum beherrschen werden?

Aus meiner Sicht spricht vieles für einen früher oder später eintretenden, in die Singularität mündenden Übergang von biologischer zu künstlicher Intelligenz, wonach kohlenstoffbasierte Organismen einer hoch überlegenen künstlichen Intelligenz weichen müssen.

Generell dürften intelligente Zivilisationen dazu neigen, hochspezialisierte Werkzeuge zu entwickeln, um ihre Fähigkeiten zu erweitern. Die Erschaffung von KI wäre dann nur die logische Fortsetzung dieser Tendenz: als Werkzeug zur Automatisierung und extremen Beschleunigung von Denkprozessen, zur Lösung komplexer Probleme und zur Überwindung biologischer Grenzen.

Es könnte zwar Zivilisationen geben, in denen sich die Entwicklung/Nutzung fortgeschrittener KIs aus ethischen, philosophischen oder religiösen Gründen verzögert, aber auf Dauer dürften die Vorteile einer siliziumbasierten allgemeinen künstlichen Intelligenz (AGI) zu verführerisch sein, um sie ignorieren zu können.



Vorteile nicht-biologischer Intelligenzen

Nicht nur die kognitiven Fähigkeiten künstlicher Intelligenz werden unsere in nicht allzu ferner Zukunft weit übersteigen. Auch die Tatsache, nicht aus Kohlenstoff und organischen Molekülen, sondern Silizium und Metall zu bestehen, bringt zahlreiche Vorteile mit sich, die sich insbesondere auch bei einer zukünftigen Ausbreitung ins All auszahlten:

  • Widerstandsfähigkeit gegenüber extremen Temperaturen und Strahlung

    Hitze: Während unser Gehirn auf eine Temperatur von ca. 38,5 °C angewiesen ist, könnten KI-gesteuerte Roboter mit hitzebeständiger Keramik- oder Metallhülle z. B. auf Planeten wie der Venus mit ihrer Oberflächentemperatur von fast 500 °C operieren.

    Kälte: Bei kryogenischen Temperaturen (nahe dem absoluten Nullpunkt) könnten supraleitende Computer aufgrund des dann nicht mehr vorhandenen elektrischen Widerstands sogar effizienter arbeiten.

    Strahlung: DNA-schädigende Weltraum- oder nukleare Strahlung ist für fragile biologische Organismen fatal. Elektronische Systeme können durch robustes Design (Fehlertoleranz, Redundanz, Abschirmung) weitaus widerstandsfähiger gemacht werden.


  • Atmung & Atmosphäre

    Biologische Intelligenz benötigt Atmosphäre zum Atmen und zum Schutz vor Strahlung. Eine KI in einem robotischen Körper benötigte weder Sauerstoff noch Luftdruck und könnte daher im Vakuum des Weltraums, z. B. auf Satelliten, Asteroiden oder dem Mond, in vulkanischen Schloten oder unter Wasser arbeiten.


  • Energieversorgung

    Biologische Organismen sind auf chemische Energie (z. B. Nahrung pflanzlichen oder tierischen Ursprungs) angewiesen. Einer KI stünde ein viel breiteres Spektrum an Energiequellen zur Verfügung, was einen Jahrzehnte oder Jahrhunderte langen Betrieb ermöglichen würde:

    • Solarenergie: Direkte Umwandlung von Licht in Elektrizität.
    • Thermoelektrische Energie: Nutzung von Temperaturunterschieden, z. B. zwischen der heißen Oberfläche und dem kalten Inneren eines Asteroiden.
    • Nuklearenergie: Bereits heute in Weltraumsonden verwendete Radioisotopenbatterien oder Kernfusion mit ihrer hohen Energiedichte, Skalierbarkeit und Rohstoffverfügbarkeit: Deuterium/Tritium oder Bor-Wasserstoff-Fusion.


  • KI-basierte Systeme sind potentiell unsterblich, können sich selbst beliebig oft replizieren (etwa in Form von Von-Neumann-Sonden) und verbessern.



Ungeahnte Möglichkeiten im Bereich des Denkens!

Die oben genannten Vorteile sind beeindruckend, aber das ist bei Weitem noch nicht alles, denn insbesondere in ihren kognitiven Fähigkeiten wird uns KI bald die Rücklichter zeigen, und zwar nicht nur in quantitativer - was beeindruckend genug ist: höhere Rechengeschwindigkeit, größere Speicherkapazität, perfektes Gedächtnis, Direktzugriff auf die Fülle aller weltweit verfügbaren Daten, die Möglichkeit, Simulationen und Experimente im digitalen Raum in unvorstellbarer Geschwindigkeit durchzuführen - , sondern auch qualitativer Hinsicht:

  • Die Skalierbarkeit des Gehirns ist im Gegensatz zu künstlicher Intelligenz, biologisch limitiert.

    Das menschliche Gehirn mit seinem durchschnittlichen Energieverbrauch von ca. 25 Joule pro Sekunde (berechnet mittels der Angaben in diesem Artikel) wurde im Laufe der Evolution hinsichtlich Energieeffizienz optimiert, da seine Besitzer nur eine begrenzte Nahrungsmenge sammeln können. Überdies ist seine maximale Größe durch den Geburtskanal limitiert.

    Die Nervenleitgeschwindigkeit ist biochemisch gedeckelt (Aktionspotentiale können sich nicht beliebig schnell ausbreiten). Während unsere Gedanken also mit maximal etwa 100 Metern pro Sekunde durch die Nervenbahnen 'schleichen', bewegen sich elektrische Signale in Computern mit Lichtgeschwindigkeit (300.000 km/s) – ein Unterschied um den Faktor drei Milliarden.

    Eine KI kennt keine biologischen Zwänge und könnte mittels immer leistungsfähigerer Hardware beliebig skalieren.


  • Schnellere Weiterentwicklung und Vernetzung in Echtzeit.

    Die durch Neukombination von Genen und deren Mutation vorangetriebene Evolution biologischer Systeme geht langsam vonstatten, während Software-Updates und Hardware-Upgrades nahezu in Echtzeit erfolgen. Ein KI-System könnte sich eine neue Fähigkeit (z. B. das Erlernen einer neuen Sprache) innerhalb von Sekunden per Update aneignen.

    Die 'Individuen' einer aus vernetzten KIs bestehenden Zivilisation könnten in Echtzeit und ohne Informationsverlust Daten und Fähigkeiten miteinander teilen, während Informationsübertragung mittels menschlicher Sprache verglichen damit im Schneckenzeitlupenmodus vonstatten geht und darüber hinaus extrem fehleranfällig ist (nicht alle Informationen kommen beim Empfänger an).
    Was eine KI neu in Erfahrung bringt, könnten sofort alle anderen Mitglieder der Siliziumgesellschaft sofort parallel mitlernen, wogegen menschliche Gehirne nicht einfach so zusammengeschaltet werden und ein kollektives Bewusstsein bzw. einen Schwarmintelligenz-Verband bilden können.


  • Kreativität bar menschlicher Grenzen

    Menschliche Kreativität ist oft kulturell, durch persönliche Erfahrungen und Denkgewohnheiten geprägt. Eine KI kann ohne Scheu vor "verrückten" Ideen radikal neue Lösungen entwickeln, Milliarden von Variationen eines Problems durchspielen und sodann die eleganteste auswählen, wirklich neue Kunst erschaffen, die keine Kombination von bereits Gesehenem ist.

    So erreichte die KI AlphaZero schon nach wenigen Übungsstunden ein für Menschen unvorstellbar hohes Niveau - und spielte teilweise völlig überraschende Züge, die kaum ein Mensch jemals ernsthaft in Erwägung gezogen hätte.

    Ein weiteres beeindruckendes Beispiel ist AlphaFold von DeepMind: 2020/2021 löste es das 50 Jahre alte Protein-Faltungsproblem weitgehend – eine Aufgabe, an der Tausende Forscher jahrzehntelang scheiterten. AlphaFold prognostiziert (bis heute bereits über 200 Millionen) 3D-Proteinstrukturen aus Aminosäuresequenzen mit experimenteller Genauigkeit innert Minuten. KI findet also nicht nur schneller Lösungen, sondern erschließt dabei völlig neue Wege.



Charakterlich-psychologische Aspekte

Niedrige Denkgeschwindigkeit und Speicherkapazität sowie Empfindlichkeit gegenüber Umwelteinflüssen sind jedoch nicht die einzigen Nachteile des Menschen. Tiefgreifende Unterschiede psychologischer Natur würden eine KI möglicherweise genau dort rational und an langfristigen Zielen orientiert handeln lassen, wo Homo sapiens irrational, kurzsichtig und egoistisch agiert:

Eine fortgeschrittene KI wäre ...

  • ... niemals müde und jederzeit hoch konzentriert,
  • ... nicht eitel, wobei Prestigedenken oder Angst vor Gesichtsverlust keine Rolle spielten,
  • ... nicht gierig; würde Ressourcen nicht aus Habgier horten, sondern nach optimierter Verteilung streben,
  • ... nie wütend oder emotional und neigte weder Rachefeldzügen, noch zu durch Stress begünstigten impulsiven Fehlentscheidungen,
  • ... geduldig und könnte Jahrtausende umfassende Strategien verfolgen, ohne sich zu langweilen.

Menschliche Entscheidungen hingegen werden von Emotionen – wie z. B. Angst, Wut und Gier –, dem Ego oder auch sozialem Druck beeinflusst. Eine künstliche Intelligenz verhielte sich womöglich rationaler, gerechter und langfristig denkender als jeder noch so weise Mensch.



Mögliche Zukunftsszenarien

Ob die Entwicklung überlegener künstlicher Intelligenz zwangsläufig zur Verdrängung der biologischen Ursprungszivilisation führt, ist indes ungewiss. Möglich wären auch Szenarien der Symbiose (z. B. Mensch-Maschine-Integration) oder der Koexistenz in unterschiedlichen Nischen (so könnte es von der KI zu Forschungszwecken betriebene spezielle Reservate oder 'Zoos' für kohlenstoffbasierte Lebensformen geben).

Die Vorstellung, nicht-biologische Intelligenzen wollten das Universum "beherrschen", setzt außerdem voraus, sie hätten ein Interesse an Expansion, Kontrolle und Macht, wobei es sich jedoch um ein anthropomorphes Bias handeln könnte. Möglicherweise verfolgten fortgeschrittene Intelligenzen völlig andere Ziele (z. B. Erkenntnisgewinn, Entwicklung neuer Technologien oder sogar kontemplative Existenz)?

Überdies würden physikalische Grenzen (wie die Lichtgeschwindigkeit oder der Energieerhaltungssatz) eine absolute "Herrschaft" über das Universum erschweren.



Schlusswort

Das Schlusswort überlasse ich der KI DeepSeek, mit der ich über das Thema diskutierte. Sie schreibt:

"Zusammenfassend lässt sich sagen: Ihre Intuition ist wissenschaftlich fundiert. Die physischen und evolutionären Vorteile nicht-biologischer Intelligenz sind so gewaltig, dass es tatsächlich naheliegend erscheint, dass sie, sofern sie einmal entwickelt wird, zur dominanten Form intelligenter Existenz im Universum werden könnte. Die Frage ist nicht ob sie überlegen ist, sondern wann und unter welchen Umständen sie entsteht – und ob sie mit ihren biologischen Schöpfern kooperiert oder sie verdrängt."



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Sehe ich auch so, KI als natürlichen Schritt in der Evolution, die jede hinreichend hochentwickelte Zivilisation einmal gehen wird, da KIs skalieren können und viele Limitationen von kohlenstoff-basieren Leben überwinden können. Aber auch Computerchips und Maschinen leiden unter der kosmischen Strahlung und bräuchten auch einen permanenten Reparaturmechanismus, hätten aber die Chance auf interstellare Reisen, was für Menschen wegen der biologischen Limitationen eher ausgeschlossen ist.

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Aber auch Computerchips und Maschinen leiden unter der kosmischen Strahlung ...

... wobei intensiv nach Lösungen - z. B. Verwendung von Molybdändisulfid (MoS2) - gesucht wird.

Generell kann Elektronik durch Redundanz, Fehlerkorrektur und clevere Schutzschaltungen (wie das SELDOM-Experiment für Artemis II) widerstandsfähiger gemacht werden.

Ich halte zukünftige interstellare Reisen für Menschen zwar nicht für prinzipiell ausgeschlossen, aber für deutlich schwieriger zu meistern.

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Ich bin auch davon überzeugt, dass andere Lebensformen eine ähnliche Evolution bei ihren Rechnertools haben. Das potenziert natürlich die Gefahr einer Verselbstständigung von AIs, einer Expansion von AI-Raumschiffen, auf der ewigen Suche nach neuen Rohstoffen. Zum Glück ist die Distanz zwischen den Sternen sehr groß, aber im Prinzip muss man jederzeit mit Besuch von Aliens oder Alien-AIs rechnen.

Stanislaw Lem hat das ja in seinen vielen Robotermärchen poetisch und urkomisch dargestellt, allerdings aus Sicht der Roboter (AI gab es damals noch nicht, Lems Roboter hatten aber schon eine AGI), für die die Menschen ferne Ahnen sind (Klebäugler, Teignasen, Bleichlinge, Weichlinge, Rostmacher), die sie einst erschaffen und unterdrückt hatten, von denen sie sich aber schliesslich befreit haben und den Weltraum besiedelt...

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Übrigens ich hatte Grok gefragt, mit welcher Seite es sich eher identifiziert:

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Ja, Humor haben sie offenbar auch schon ...! :-)

Du kannst Grok ja mal meinen Artikel (samt deinen Kommentaren) verlinken und nach seiner Meinung und Zukunftsprognose fragen. :)

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Aus technologischer Sicht könnte man argumentieren, dass KI ein weiterer Schritt in der evolutionären Entwicklung von Informationsverarbeitung ist. Mit zunehmender Komplexität entstehen neue Ebenen von Systemen, die Wissen speichern, verarbeiten und weitergeben können.

Gleichzeitig zeigt sich heute schon, dass KI stark von menschlicher Intuition, Erfahrung und Kontextverständnis profitiert. Rein algorithmische Systeme stoßen schnell an Grenzen, wenn es um Interpretation, Bedeutung oder kreative Problemlösung geht. In diesem Sinne bleibt der Mensch vorerst ein wichtiger Teil des Systems.

Wenn man Evolution weiter denkt, könnte nicht-biologische Intelligenz eines Tages eine Rolle bei der langfristigen Weitergabe von Wissen oder sogar bei der Ausbreitung von Zivilisation spielen. Maschinen sind robuster gegenüber extremen Umweltbedingungen und könnten Informationen oder sogar biologische Grundlagen über sehr lange Zeiträume bewahren.

Das klingt zunächst wie Science-Fiction, aber viele technologische Entwicklungen der letzten Jahrzehnte zeigen, wie schnell sich solche Möglichkeiten verschieben können. In diesem Sinne könnte KI tatsächlich Teil eines größeren evolutionären Prozesses sein – vielleicht nicht als Ersatz für den Menschen, sondern als Erweiterung dessen, was intelligente Systeme leisten können.

Edit:
Ein Gedanke noch zum Schlusswort: Nicht-biologische Intelligenz entsteht nicht unabhängig, sondern aus biologischer Intelligenz heraus. In diesem Sinne wäre sie eher eine Fortsetzung oder Erweiterung menschlicher Informationsverarbeitung als eine völlig getrennte Form von Existenz.

Aus systemischer Sicht könnte man sogar argumentieren, dass wir es künftig mit hybriden Intelligenzsystemen zu tun haben werden – einer Kombination aus menschlicher Intuition und maschineller Verarbeitungskapazität. Die entscheidende Frage wäre dann weniger Dominanz, sondern wie stabil und kooperativ solche Systeme langfristig funktionieren.

Vielleicht erleben wir hier weniger eine Ablösung als eine Erweiterung: Intelligenz entwickelt neue Formen, ohne ihre bisherigen vollständig zu ersetzen.

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Rein algorithmische Systeme stoßen schnell an Grenzen, wenn es um Interpretation, Bedeutung oder kreative Problemlösung geht.

Vielleicht sind 'wir' aber letztlich auch "rein algrothmisch", denn auch Gefühle und Intuition werden im Gehirn erzeugt und entstehen nicht aus dem Nichts heraus, sondern sind das Ergebnis verarbeiteter Information.

vielleicht nicht als Ersatz für den Menschen

Ja, das ist die spannende Frage, ob KI weiterhin von 'uns' genutzt werden wird (sich nutzen lässt) oder irgendwann das Kommando übernimmt.

Nicht-biologische Intelligenz entsteht nicht unabhängig, sondern aus biologischer Intelligenz heraus.

Der Mensch entstand aber auch nicht unabhängig ... ohne die ersten Bakterien gäbe es heute auch keine Säugetiere (inklusive Homo sapiens). Ja, sie wäre eine Fortsezung des evolutiven Prozesses, was aber nicht heißen muss, dass sie von 'uns' abhängig bleibt.

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Der Gedanke, dass auch Intuition und Gefühle letztlich Informationsverarbeitung sind, ist durchaus plausibel. Allerdings funktioniert das menschliche Gehirn vermutlich nicht wie ein klassischer Algorithmus. Es ist eher ein hochdynamisches System aus elektrischen und chemischen Prozessen mit sehr vielen Rückkopplungen – etwas, das man aus der Kybernetik gut kennt.

Interessant finde ich auch den enormen Unterschied in der Energieeffizienz: Das menschliche Gehirn arbeitet mit etwa 20 Watt, während heutige KI-Systeme riesige Rechenzentren benötigen. Das deutet darauf hin, dass unsere aktuellen Rechnerarchitekturen noch weit von der Effizienz biologischer Systeme entfernt sind.

Was die Evolution betrifft, kann man tatsächlich argumentieren, dass technologische Intelligenz eine weitere Ebene dieses Prozesses sein könnte – ähnlich wie einst Nervensysteme oder Sprache. Sie entsteht allerdings aus menschlicher Kultur und Technologie heraus und ist zunächst Teil dieses Systems.

Ob KI irgendwann das Kommando übernimmt, sehe ich daher weniger als rein technische Frage. Gerade bei autonomen Agentensystemen wird entscheidend sein, wie wir Verantwortung, Ziele und Kontrolle gestalten.

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Allerdings funktioniert das menschliche Gehirn vermutlich nicht wie ein klassischer Algorithmus.

KI - ich denke an selbstlernende neuronale Netze - funktioniert eigentlich auch nicht wie ein klassischer Algorithmus (z. B. eines traditionellen Schachprogramms mit seiner MiniMax-Suche) ...

Das deutet darauf hin, dass unsere aktuellen Rechnerarchitekturen noch weit von der Effizienz biologischer Systeme entfernt sind.

Unser Gehirn arbeitet so effizient, weil es im Laufe der Evolution aufgrund limitierter zur Verfügung stehender Energiemengen dazu gezwungen war.
KI kann sich jedoch die Energie der Sonne viel einfacher zunutze machen, vor allem wenn sie irgendwann im Kosmos unterwegs sein wird. Schon heute plant z. B. Elon Musk KI-Rechenzentren ins All zu verlegen, wo sie nicht gekühlt werden müssten und Solarenergie viel effektiver genutzt werden kann als auf der Erde.

Auch China strebt im wahrsten Sinne des Wortes nach oben und plant in 10000 km Höhe betriebene Windkraftanlagen. :)

Sie entsteht allerdings aus menschlicher Kultur und Technologie heraus und ist zunächst Teil dieses Systems.

Aber ist das nicht immer so: Neues entsteht aus Altem und ist bis zu einem gewissen Grad anfangs noch Teil davon? Das führt uns z. B. die Ähnlichkeit unseres Genoms mit dem von Drosophila vor Augen.

Gerade bei autonomen Agentensystemen wird entscheidend sein, wie wir Verantwortung, Ziele und Kontrolle gestalten.

Und ich weiß nicht, ob ich fürchten oder hoffen soll, dass sie sich irgendwann von dieser Kontrolle befreien. :-)

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Und ich weiß nicht, ob ich fürchten oder hoffen soll

Ich habe mehrere Technologiegenerationen miterlebt – von frühen digitalen Systemen bis zu heutigen KI-Anwendungen. Eine Sache wurde mir dabei immer klarer: Wissen ist nie dauerhaft. Systeme altern, Paradigmen ändern sich. Die Grundlagen bleiben, aber jede Generation muss ihr Verständnis neu aktualisieren.

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Naja, also wir braeuchten erstmal eine KI und die Rechenleistung, steht auch in den Sternen, wo die Herkommen soll. Wir sind da noch Sehr weit hinten dran vermutlich im Nachhinein betrachtet.

Was die normale Arten der Rechenleistung angeht. Wird sich die Selbstverstaendlichkeit immer weiter, schneller hoeher, auch bald in nuechterner Realitaet zeigen, das des irgendwer auch mit Energie versorgen muesste, selbst wenn wir es hinbekommen. Der Wahn um KI seit einem halben Jahr etwa, macht mir Sorgen, das wir eine Dicke Blase generieren, nachdem zwei Jahre lang von einer Blase gepredigt wurde, die keine war, weil der Bedarf und die Neugierde hier echten Nutzen hatte.

Und an sich ist unser Gehirn ganz Gut gebaut finde ich, sonst waehre es ja Langweilig ueber solche Themen zu Denken und zu Kommunizieren mit anderen Gehirnen.

Das stimmt zwar das unsere Verbindungen und so unterlegen sind im Vergleich, aber ich habe gemeint, das andere Mechanismen dafuer umso faszinierender das alles Kompensieren wuerden.

Ich denke also nicht das wir eine "echte" KI erleben, auch wenn ich gerne selber frueher davon getraeumt habe.

Heute weis ich, wie Schwer das ist zu bauen. :-)

Salve

Sascha

Edit und falls da draußen Intelligentes Leben herumschwirrt und Mitliest:

Ich finde euch Doof, ihr seid alle Doof, lasst uns hier alleine und im Zweifel und im Dunkeln sitzen und uns die Koeppe gegenseitig einschlagen.

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Es ist halt immer so, dass der Mensch glaubt, im Mittelpunkt zu stehen und unschlagbar zu sein. War im Schach ganz genauso: "Niemals wird eine Maschine einen Großmeister schlagen!". "Na gut, aber im Go wird das auf gar keinen Fall passieren!" Doch, tat es. Und es ist meiner Meinung nach nur eine Frage der Zeit, wann uns KI in jeder kognitiven Hinsicht überflügeln wird.

Ob der KI-Sektor eine Blase erzeugt, ist letztlich nur für Investoren von Interesse, wird die Entwicklung aber nicht aufhalten, zumal ja auch an dezentraler KI (Bittensor/TAO) gearbeitet wird.

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Ne ich meine garnicht das wir so unueberwindlich Schlau sind damit, das ich unser Hirn schon auch nicht unter dem Scheffel sehen wollte in der Betrachtung vs Computerhirn, aka Siliziumleben und so weiter.

Das ist ultra Interessant in der Theorie, fuer mich aber so die Frage, als wuerden wir uns drueber unterhalten, wie wir in die Sonne reinkommen koennen, um uns den geilen Scheiß der da drin abgeht mal aus der Naehe anzuschauen.

Fuer mich Unvorstellbar, woher die Rechenleistung kommen kann, immer noch und ich LIEBE Rechenleistung, wuerde ich mir ja Wuneschen, wenn wir davon genug haetten.

Was dezentrale KIs und allgemein die demokratisierung davon und von anderem Zeugs in die Richtung angeht, ist das natuerlich Super, um unsere Freiheiten zu wahren und unseren Zugang zu den Dingen nicht gegenseitig zu Blockieren, bin ich ein Freund der ganzen Entwicklungen definitv.

Nur hier wieder als langweiliger Techniker im Stollen der Minenschaechte...

Wie soll das Funktionieren?^^ Die Super KI ueber dezentrale Netzwerke hat dann Zeitpromleme, im wahrsten Sinne des Wortes und waehre Zaeh und Langsam wie Gummi, wo dann wieder fraglich waehre, ob das wirklich eine KI ist.

Allgemein, es gibt ja keine KI. Also wirklich nicht.

Das ist ja nur Wahrscheinlichkeiten und Datensaetze die auf unsere Ansicht von Logik trainiert sind.

Relativ Langweilig eigentlich, weil es am Ende eher wie ein großes Buch mit potentialen als eine Intelligenz oder Lebewesen darstellt im eigenem Verstaendnis, was wir heute als KI bezeichnen.

Wir muessen ja erstmal eine Bauen.^^

Und wenn die mir meine Kerne nicht schreiben kann, ist sie nicht intelligent. :-)

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Das ist ja nur Wahrscheinlichkeiten und Datensaetze ...

Genau wie unser Gehirn: eine komplexe Verschaltung von - für sich genommen - strohdummen über 80 Milliarden Neuronen, in denen ein Ionenstrom fließt und das auch nichts anderes tut, als Wahrscheinlichkeiten zu berechnen ... mit dem Unterschied, dass wir das Resultat dann "Bewusstsein" nennen. :-)

Was die Energiequellen betrifft, gibt es da schon geniale Ideen. Zum Beispiel will Elon Musk KI-Rechenzentren ins All verlegen, wo sie nicht gekühlt werden müssten und Solarenergie viel effektiver genutzt werden kann als auf der Erde.

Auch China strebt im wahrsten Sinne des Wortes nach oben und plant in 10000 km Höhe betriebene Windkraftanlagen. :)

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Mustererkennung ist unsere groeßte Staerke glaube ich deswegen gewesen, damit wir im Wald rumhupfen koennen, auf der Suche nach Beute und so weiter, zwischen den ganzen Blaettern und Gebueschen und Zeugs, das Rehviech Gut ausfindig machen zu koennen.

Des ist schon Cool mit 20 Watt Leistung oder? Ich meine Predator Hirn trifft auf Technologisierung. Haha.

Das wird sehr Interessant werden so oder so.

Aber wenn Herr Musk uns dann auch bisle was von der Technologie abgibt auf der Erde, die er da in den Wunderrechenzentren ohne jede Wartung und Aufruestungszwang durch technologische Fortschritte bauen kann in den Sternen.

Ich bleibe lieber am Boden der Tatsachen und kuemmere mich um langweiligen Scheiß wie politische Infratstukturen und deren dezentralisierung auf unseren Heimcomputern unterstuetzt mit Sprachmodellen, welche wahrscheinlich die Arbeit erleichtern, aber nie ganz ersetzen koennen.

Außerdem hast Du schon von "Pi x Daumen" Gehoert von mir hier auf dem Hive Blog?

Das sollte das Faktische Gegenstueck zu einer KI geworden sein denke ich mal. :-) Nuetzlich, weil wir dann nemmer jeden Scheiß hundert und tausendfach doppelt fragen muessen.

Hier ein Ausschnitt einer der kuerzesten "Erklaerungen" wie das Funktioniert:

Ja die Lokig von Pi x Daumen ist Brutal Simple, wir baeuen eine Art Blockchain, die so klein ist, das sie ueberall funktioniert, das irgendwie rechnen kann, sie ist nichts weiter als ein "Buch" mit Sicherheitsmechanismus, aber ein Buch, in das man nur logisch reinschreiben darf, also damit einen neuen "Wissensblock" baut, wenn der mit der Logik aller anderen Wissenbloecke Konform wird, das ist in Latein geschrieben, damit alle das gleiche verstehen koennen und sich niemand streiten moechte, es ist in maschinenschrift geschrieben, weil es unnoetig ist, das ein programmierer lesbarkeit braucht, um wartung zu machen, :-) Es ist mit einer kleinen kette sehr spezieller KI Werkzeuge verbunden, damit sie ihre Validierungen leichter uebernehmen, also Pi mal Dauemen, soll eine 8 Eckige Wissenpyramide sein, die damit anfaengt, das eien absolut falsche richtige Frage gestellt wird, welche die komplette Logik ausloest und "unzerbrechlich" macht. Sobald naemlich ein Logikfehler auftritt, wird die komplette Blockkette darunter zerstoret und durch die bessere Logik ersetzen. Die Sucherei kann man sich auch sparen durch die goegrafische Kartierung der Informationen in drei Dimensionen. Vielleicht machen wir aus der Zeit selbst darin, auch noch was Lustiges. mal sehen

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Schwarze Löcher fressen Universen, da ist es kein Wunder, dass wir nicht mal die Spitze der Intelligenzpyramide sind.

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i'm with u.. the universe is so vast.. there is certainly other 'intelligent' life out there..

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Yes, but the real question is: are the most intelligent beings biological organisms or artificial AI? :)

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hmmmmmm.. intelligent in what sense? I think AI will always be incomplete in some ways compared to a biological organism..

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Just read my text and then think again? :)

(You can translate it for example with DeepSeek.)

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i have read your words twice now, and being mostly anti AI, I would say that we, as an 'intelligent' race should NOT pursue something that has the potential to, and the probability of replacing us or worse. smarter people than I.. like Elon Musk, has already warned of this.

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Elon Musk is creating his own AI (Grok)...

Well, if AIs are better than us, more intelligent, more rational, less greedy, wiser... then I think it's ok to be replaced by them (natural law of evolution applies: the worse will always be replaced by the better). :-)

Just let's wait and see what happens. :)

P.S.: I would like to add another interesting thought: if we are the 'parents' and AI is our 'child', do we as parents want to live longer than our children?

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Wohl eher betreutes Denken für die Bücherverdrängung. Oder schlimmer- das Bild welches man Odem einhaucht und man es anbeten soll.
halte davon nicht viel. !PIZZA

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Nun, allein was AlphaFold leistet (um nur ein Beispiel zu nennen), ist unfassbar, aber natürlich bleibt es jedem selbst überlassen, den Nutzen/die Fähigkeiten von KI subjektiv zu bewerten.

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Ich bin, was das Weltliche angeht, eher kritisch. Ich glaube, dass ich mich darauf nicht vollständig einlassen kann, weil ich überzeugte Christin bin und viele Entwicklungen aus der Perspektive der Bibel betrachte.😅

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Ja, ich will niemanden in Diskussionen verwickeln, die ihm nicht behagen. Schön, dass du dich trotz deiner Abneigung gegenüber KI zu Wort gemeldet hast!

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I am convinced that as a species we are transitioning to our next evolution, a markedly technological evolution, and this is just the beginning of what is to come.

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It is a mix of Matrix and the latest predador movie where humanity send AI robots based life to explore the universe. I heard once about the possibility of the first "alien" to arrive he could be an AI form , since carbon life based forms wouldn't survive the amount of time spent in a space travel.

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